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Den optimalen Beobachtungspunkt zu finden ...
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Gießen, den 27. März 1999
Lieber Bobby,
in der Anlage schicke ich Dir eine Karte über das Gebiet, in das wir fahren wollen. Es liegt zwischen Rastatt und Karlsruhe. Demnächst werde ich zusammen mit Matthias eine Expedition dorthin starten. Ziel dieser Expedition wird es sein, den optimalen Beobachtungspunkt zu finden. Wir werden folgende Kriterien bedenken:
1. Die Nähe zur Zentrallinie der Finsternis, die in der Karte schwarz eingezeichnet ist. Die nördliche der beiden Linien einspricht den Berechnungen der NASA, die im Internet veröffentlicht sind. Die südliche wurde nach Zahlen der Uni Basel gezeichnet.
2. Gute Sicht über die oberrheinische Tiefebene mit ihren Autobahnen bis nach Lothringen und bis nach Karlsruhe.
3. Möglichst großer Horizont, d.h. auch gute Sicht nach Osten.
4. Eine gewisse Entfernung von Straßen und Wegen, die von Autos mit störenden Scheinwerfern befahren werden könnten.
5. Ein Platz möglichst auf einer Wiese, auf der ein Picknick möglich ist, ohne Schaden anzurichten.
Die Sonnenfinsternis beginnt bei Rastatt um 11.12 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit mit der Berührung des Sonnenrandes durch die Mondscheibe. Um 12.31.17 beginnt die Totalität, um 12.33.32 endet die Totalität. In diesen 2 Minuten und 15 Sekunden können wir die Sterne sehen. Ich weiß nicht, ob auf der Autobahn A5 dann die Lichter angehen und die Autos stehenbleiben. Um13.55 Uhr gibt der Mond die Sonne wieder vollständig frei.
Ich kann nicht abschätzen, ob es am 11. 8.1999 morgens zu einem Ansturm auf allen Straßen nach Süddeutschland kommen wird. Um nicht im Stau hängen zu bleiben, empfehle ich, bereits morgens in der Fühe loszufahren.
Auf der Rückseite dieses Blattes habe ich eine Skizze des Sternenhimmels im Moment der totalen Verfinsterung in der Gegend um Rastatt ausgedruckt.
Ich freue mich auf das Ereignis, von dem wir den Enkelkindern erzählen können, falls keine Wolken sind...
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